Die erneuerbare Kommune – Auf dem Weg zu 100%
Exkursion am 02.12.2010 nach Zschadraß

Die Sächsische Energieagentur, die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen und die Gemeinde Zschadraß veranstalten gemeinsam am 2. Dezember 2010 eine Exkursion nach Zschadraß zum Thema "Die Erneuerbare Kommune - Auf dem Weg zu 100 %". Die Veranstaltung ist kostenfrei und beinhaltet bei Bedarf auch einen Shuttleservice von Dresden, Leipzig oder Chemnitz. Anmeldung erforderlich, Informationen unter:
www.weiterdenken.de/Heinrich-Böll-Stiftung
oder
www.saena.de/Veranstaltungsdetails
Ökologische, ökonomische und soziale Effekte - Chancen und Herausforderungen:
Energieautarke Kommunen in Sachsen
Die Weltgemeinschaft steht derzeit vor einer Ihrer größten Herausforderungen. Für einen wirksamen Klimaschutz müssen die Treibhausgasemissionen drastisch reduziert werden. Da dies den Ausstieg aus fossiler Energieerzeugung erforderlich macht, muss Deutschland so schnell wie möglich auf dem Pfad der erneuerbaren Energien vorankommen. Eine tragende Rolle spielen dabei die Kommunen und Landkreise, denn Energie wird dort nicht nur verbraucht, sondern kann auch maßgeblich erzeugt werden. Zahlreiche Studien gehen davon aus, dass der Energiebedarf vieler Regionen bereits in naher Zukunft bilanziell durch regenerative Energieerzeugung gedeckt werden kann.
Der Weg zu einer solchen 100-Prozent-Kommune bietet nicht nur ökologische Vorteile: Zusätzlich werden die regionale Wertschöpfung
gestärkt, Arbeitsplätze geschaffen und bei Eigenerzeugung sogar Gewinne erwirtschaftet. Die sächsische Gemeinde Zschadraß verfolgt diesen vielschichtigen Ansatz seit 2002 und will bis 2050 seinen Energiebedarf vollständig durch Erneuerbare abdecken. Bereits jetzt erzeugt die Gemeinde 89% des Strombedarfs und 35% des gesamten Energiebedarfs im Gemeindegebiet aus erneuerbaren Energien. Ein wichtiges Instrument für die Finanzierung von Vorhaben ist die 2004 gegründete Ökologisch Soziale Stiftung Zschadraß. Die finanziert neben ökologischen auch soziale Projekte wie z.B. das Schulessen für Kinder aus einkommensschwachen Familien, ein Ferienlager im Sommer oder den Gemeindefahrdienst für Ältere. Ist diese Verbindung von Ökologie, Ökonomie und Sozialem ein übertragbares Modell für andere Regionen?
Wir wollen gemeinsam mit kommunalen Entscheidungsträgern sowie Vertretern von Verbänden und Initiativen über Chancen, Fördermöglichkeiten und Hürden auf dem Weg zur 100-Prozent-Kommune diskutieren. Wie die Gemeinde Zschadraß ihr Energiekonzept in der Praxis umsetzt, wollen wir bei einer gemeinsamen Exkursion erkunden.
Anmeldung
Bitte melden Sie sich zur besseren Planung der Veranstaltung bis zum 29. November unter anmeldung@weiterdenken.de oder per
Fax 0351 - 49 43 411 an. Bitte teilen Sie uns auch mit, ob Sie den Shuttleservice von Dresden, Leipzig oder Chemnitz nutzen wollen. Die genauen Abfahrtsorte der Shuttlebusse werden Ihnen dann rechtzeitig bekannt gegeben.
PROGRAMM
Exkursion
Treffpunkt 9:30 Uhr an der Begegnungsstätte Zschadraß, Am Park 8a, 04680 Zschadraß
Teilnahmegebühr: keine; auch der Shuttledienst ist gebührenfrei nutzbar, Anmeldung erforderlich
8:00 Start der Shuttle-Busse in Dresden, Chemnitz und Leipzig
9:30 bis 12:00 Vor-Ort-Besichtigung
vorauss. CO2-freie Turnhalle, PV-Schule, Windrad, Biomasseanlage/ Hackschnitzellager
12:00 bis 12:30 Imbiss
12:30 bis 14:00 Diskussions- und Fragerunde
mit
Matthias Schmiedel, Bürgermeister Gemeinde Zschadraß
Christian Micksch, Geschäftsführer Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH
Dr. Bernd Wolters, Sächsisches Staatsministerium Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Referat Energiepolitik
Kathrin Müller, Projekt »100%-Erneuerbare-Energien-Regionen«
Uwe Hergert, Energiebeauftragter Landratsamt Vogtlandkreis (angefragt)
Dietrich Papsch, Vorsitzender Energietisch Altenberg e.V.
Moderation: Hubertus Grass, Inititator des Projektes »Kirchentag der Sonne«
ab 14:00 Kaffee, Kuchen und Gespräche

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