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5. Sächsischer Klimakongress »Klimawandel - Chancen für Sachsen«

03. Dezember 2012, Dresden, Theater Wechselbad

Antworten auf den Klimawandel - Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag lädt ein, sich zu informieren und über Lösungen zu diskutieren. Die Temperaturen steigen weiter an und die Extremereignisse nehmen zu. Im Jahr 2010 erreichten die Kohlendioxidemissionen mit 31 Milliarden Tonnen einen neuen Rekordwert. Das sind fast ein Drittel mehr als 1990.

Die Zahlen zeigen uns: Es steht uns nicht an, mit dem Finger auf die USA  oder China zu zeigen. Und wie reagiert Sachsen? Im nächsten Jahr wird im Sächsischen Boxberg ein neuer Braunkohle-Kraftwerksblock in Betrieb gehen. Damit steigen die sächsischen Treibhausgas-emissionen auf 13,5 Tonnen pro Kopf. Das ist das Dreifache des globalen Durchschnitts. Dabei müssen wir, wie alle Menschen auf dieser Erde unseren Ausstoß auf 1 Tonne pro Kopf reduzieren, die oberste Grenze der Klimaverträglichkeit. Und die Folgen unseres Lebensstils werden auch hier in Sachsen zunehmend spürbar. Trockene Hitze im April und häufige Starkregenfälle im Juli.

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Wilfried Küchler, Kurt-Schwabe-Preisträger vom Sächsischen Landesamt für Umwelt und Geologie wird in seinem Eröffnungsvortrag über die Zunahme von Extrem-witterungsverhältnissen in Folge des Klimawandels berichten.

Nach der beschlossenen Energiewende setzt die Staatsregierung weiterhin auf eine Renaissance der Braunkohle, eine Verkehrswende ist nicht in Sicht und Wachstum gilt als Allheilmittel für soziale Probleme. Auch Sachsen braucht auf die drängenden globalen Fragen neue! Antworten. Wie lassen sich nenneswert mehr Güter auf die Schiene verlagern? Wie versöhnt man Windenergie und Naturschutz?  Welches Wachstum ist ökologisch-ökonomisch noch vertretbar und welche Maßnahmen unterstützen die Elektro-Mobilität? Diese Fragen lassen sich nicht nur technisch beantworten, denn nur  Zahlen und Belehrungen begeistert man die Bürgerinnen und Bürger kaum für den Klimaschutz.

Der Wissenschaftler, Journalist und taz-Kolumnist Martin Unfried plädiert deshalb zum Abschluss des Klimakongress' für eine emotionale Kommunikationsstrategie  Um den bewussten Konsum aus der Asketenecke zu holen, hat er für sich das Genre des Ökotainments erfunden.

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Europäische Institut für postgraduale Bildung an der TU Dresden e. V.

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